Hamburg Service muss während des Sanierung des ehemaligen Ortsamts am Neugrabener Markt in Süderelbe bleiben
Die Finanzbehörde hat zugesagt, dass es keine ersatzlose Streichung des Hamburg Service am Neugrabener Markt geben wird. Das ist eine gute Nachricht und sehr wichtig für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Es heißt, dass ein Ersatz in den Räumen des Rathausforums in Harburg gesucht wird. Das ist jedoch keine praktikable Lösung. Die Ersatzlösung im Rathausforum bedeutet für Bürgerinnen und Bürger einen weiten Weg aus Süderelbe bis nach Harburg.
Gerade für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist das schwierig. Die Gleise der S- Bahn in Neugraben sind alle nicht barrierefrei zugänglich. Es gibt noch immer keinen Fahrstuhl zu den Gleisen.
Der Hamburg Service muss auch für die Zeit der Sanierung in Neugraben bleiben. Dafür müssen unbedingt vor Ort Räume gefunden werden.
2006 hat der CDU geführte Senat unter Ole von Beust das Gebäude des ehemaligen Ortsamts am Neugrabener Markt zusammen mit einer Reihe von anderen Gebäuden in Hamburg verkauft. Die Begründung war damals, dass damit öffentliche Unternehmen entlastet und Schulden abgebaut werden sollten. Es ist zu bezweifeln, dass dieser Verkauf ein gutes Geschäft für die Stadt Hamburg war.
Einige Gebäude das damaligen Verkaufs, wie das Gebäude der Finanzbehörde am Gänsemarkt und das Rathaus Wandsbek mussten inzwischen teuer zurückgekauft und saniert werden.
Der Verkauf des Gebäudes des ehemaligen Ortsamts hat der Stadt Hamburg eine Reihe von Problemen eingebracht. Herr Trepoll skandalisiert Verzögerungen und Kosten des Neubaus des Polizeigebäudes und die Verzögerungen der Sanierung. Er sollte sich einmal selbstkritisch fragen, ob die damalige Entscheidung des CDU Senats die Richtige war, und ob ein Verkauf von städtischen Immobilien nicht doch finanziell am Ende zulasten der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg gegangen ist.